Kulturwandel in Unternehmen

Immer wieder stelle ich in meinen Aufträgen fest, dass die meisten Unternehmen Ihre Maßnahmen zur Veränderung des Unternehmens und der Personalentwicklung NICHT strategisch planen und angehen. Meist wenn es zu spät ist, wird eine Investition in gute Berater getätigt, die strategisch und ganzheitlich arbeiten.

Bis dahin werden viel Kapital und Ressourcen verbrannt. Das Geld ist in Maßnahmen investiert, welche nur den Bruchteil des Einsatzes wiederbringen. Die Mitarbeiter sind genervt von den den Maßnahmen:"Da kommt schon wieder so ein Berater... mal sehen wie lange der durchhält. Das sitzen wir mal aus..." Den Mitarbeitern und Führungskräften kann man es gar nicht verdenken, dass sie die Schnauze voll haben von Maßnahmen, die nichts bringen.

Woran das liegt, liegt auf der Hand. Meist ist die Unternehmensleitung kein Bestandteil der Maßnahmen und trägt die Ergebnisse nicht mit. Damit ist die wichtige Vorbildfunktion ad absurdum geführt und nach kurzer Zeit fallen Mitabeiter wieder in die "alten" Verhaltensweisen zurück, weil sie das Gefühl haben alles auf ihren Schultern tragen zu müssen. Häufig sind auch Maßnahmen durchgeführt worden, die einfach viel zu viel Input vermitteln, anstatt für Traktion zu sorgen...

Es ist wie immer: Gute Vorbereitung spart Ressourcen im Prozess. Gerade im Kulturwandel sollte sich der Unternehmer einen guten Coach an die Seite holen, der versteht worum es geht und gleichzeitig die richtigen Methoden anwenden kann, um den Unternehmer bei seiner Arbeit zu unterstützen - und nicht ihm alles aus der Hand zu nehmen. Der Unternehmer MUSS die Verantwortung behalten und die Entscheidungen treffen.

Mit meiner Ausbildung und Erfahrung bin ich einer von wenigen Unternehmer-Coaches, die das auf exzellente Weise können. Wenn Sie etwas verändern wollen, dann tun Sie das dort, wo Sie am meisten bewegen können: bei sich selbst!

Die Macht unserer Überzeugungen

Wir vertreten unsere Standpunkte und treten für unsere Überzeugungen ein. Glaubenssätze können uns positiv wie negativ beeinflussen. Nur weil ich glaube, dass ich Gutes tue, muss es nicht unbedingt wahr sein.

Meist sind wir von unseren Überzeugungen so eingenommen, dass wir vergessen, dass es in dem Moment nur EINE Sichtweise der Situation darstellt. Häufig übersehen wir die Alternativen. Das führt meist dazu, dass wir uns das Leben schwerer machen als es sein muss. Diese Glaubenssätze, Standpunkte oder Überzeugungen (ich mag das Wort Glaubenssätze nicht - klingt so therapeutisch) haben wir aus bestimmten Erfahrungen oder Erlebnissen gebildet. Manche haben wir auch einfach von anderen Menschen übernommen - und sie nie überprüft. Sehr häufig sind es Verallgemeinerungen, die uns allerdings die Möglichkeit nehmen positive Erfahrungen zu sammeln.

Die meisten Überzeugungen behindern uns im Vorwärtskommen. Einer der häufigsten, die ich als Coach von Unternehmern höre:"Wir können unsere Preise nicht erhöhen, das gibt der Markt nicht her." - Diese Überzeugung verhindert schon das ausprobieren an ausgewählten Kunden, denn der Markt gibt es nicht her! Wo kommt aber diese Überzeugung her? Aus welchen Erfahrungen und Erlebnissen hat sich dieser Standpunkt so verfestigt? Das sind die Fragen, die sich Unternehmer stellen sollten.

Warum tun Sie das nicht? Das ist eine Frage, die leicht zu beantworten ist. Es gibt IMMER Wichtigeres zu tun, als sich mit dem Hinterfragen von solchen Klarheiten zu beschäftigen (Ironie aus). Die meisten Menschen benötigen dafür einen Sparringspartner, einen guten Freund mit viel Erfahrung und den Kompetenzen eines Coaches oder einen Unternehmer Coach.

Zu sehr verfestigte Standpunkte verhindern notwendige Veränderungen, um für den markt attraktiv zu bleiben. Wer aus seinen Träumen Realität machen möchte, kommt um die Bearbeitung seiner Standpunkte nicht herum! Mit meinem Schichtenmodell, skizziere ich die Verbindung zwischen Überzeugung und Problem im Unternehmen - und damit haben wir auch die Lösung des Problems.

Die meisten Unternehmer sind zu stolz, um fremde Unterstützung anzunehmen, manchen ist es auch zu teuer. Doch Stolz hat schon immer in der Geschichte zum Heldentod geführt - nur weiter, wenn Du ein Held sein möchtest. Was das "teuer" angeht: Einfach mal rechnen, wie viel Stress und Verzögerungen durch das Aufschieben und selbst lösen wollen entsteht, wie viel Zeit ins Land geht. In der Zeit hat der Wettbewerb das schon umgesetzt, worüber Du noch nachdenkst. Herzlichen Glückwunsch - das ist der Heldentod unserer Zeit!

Wer diesen Tod vermeiden will - der kontaktiere mich für schnelle und effiziente Lösungen.

Ein Faktor zur Leistungserbringung

Leistung = Motivation x Fähigkeit: Insofern spricht diese Formel aus der Betriebswirtschaftslehre eine sehr deutliche Sprache in Bezug auf Ansatzpunkte in der Entwicklung von Persönlichkeiten. In den letzten Wochen habe ich die beiden äußeren Schichten der Persönlichkeit beschrieben. Wirkung und Verhalten. Die Schicht der Kompetenzen, Fähigkeiten oder auch Skills bildet überhaupt erst die Grundlage, sich verhalten zu können. Eine bedeutende Erkenntnis für alle, die ihren Fokus auf Verhaltensänderung legen, denn ohne Motivation und die Fähigkeit dazu, sind Verhaltensänderungen für die Katz'. 

Unternehmer Coaching und Coaching allgemein, setzt auf allen Ebenen an. Es ist eine ganzheitlich Maßnahme zur Entwicklung von Persönlichkeiten, sei es die Persönlichkeit eines Individuums oder einer Organisation.

Nach Erpenbeck Ist Handlungskompetenz diejenige Kompetenz, die wir in einer bestimmten Ausprägung erreichen möchten. Er untergliedert die Handlungskompetenz in vier weitere Kompetenzfelder: Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Persönliche- und Sozialkompetenz. Das sind die Fähigkeiten der 3. Schicht unserer Persönlichkeit. Ohne Kompetenz, kein gesteuertes, intelligentes Verhalten!

Fähigkeiten, die uns unser tägliches Verhalten erleichtern, sind nachhaltiger als eine Verhaltensänderung, um eine Wirkung zu verbessern. Aus diesem Grund ist es immens wichtig, beim Lernen, Erfolgserlebnisse und Freude zu generieren. Nehmen wir mein Marathon-Beispiel und stellen wir uns die erste Kernfrage: Was kann ich? Grundsätzlich bin ich des Laufens mächtig. Ich kann auch meinen Kopf so programmieren, das ich bis zum Ende laufen kann. Doch ich habe diesbezüglich keinerlei Erfolgserlebnisse. Die muss ich mir schaffen.

Also auf! Trainingsplan erstellt und losgelaufen. Nach den ersten Läufen stelle ich fest, dass mir die Knochen weh tun. Ich konnte nicht so trainieren, dass ich schmerzfrei bleibe. Also musste ich mir für diesen Teil noch Kompetenzen zulegen - Bewegungslehre nach Liebscher & Bracht. Damit schaffte ich es, die Schmerzen mit guten Dehnungs- und Kräftigungsübungen zu eliminieren. Das waren die Fach- und Methodenkompetenzen. In Bezug auf persönliche Kompetenz musste ich ein gute Ausprägung in emotionaler Grundhaltung, Leistungsdrang und Selbstvertrauen aufweisen. Soziale Kompetenzen waren in diesem Fall nur notwendig, um meine Familie motivieren zu können, mich dabei zu unterstützen. Das hat ohne Kompetenzen funktioniert :-)

Schlussendlich ist jeder Mensch für die Aus- und Weiterbildung seiner Kompetenzen selbst verantwortlich. Frei nach dem Motto, wer sich nicht verändert wird verändert! Doch gerade bei einer sportlichen Höchstleistung sind persönliche Kompetenzen die wichtigste Grundlage. Und so verhält es sich mit allen Höchstleistungen - ohne eine gute Portion persönliche Kompetenz bleibt es immer nur Durchschnitt. Wenn Ihr also zu wenig Anerkennung im Job bekommt, dann fehlt Euch die persönliche und soziale Kompetenz die Euch zustehende Anerkennung einzufordern.

In diesem Sinne wünsche ich eine ruhige und entspannte Arbeitswoche in der Vorweihnachtszeit und ein paar besinnliche Festtage im Kreise der Lieben.

Aktion und Reaktion...

Wodurch erzielen wir die Wirkung in unserem Umfeld? Diese Frage steht seit dem letztem Blog-Beitrag im Raum und darum soll es heute gehen. Durch unser Verhalten können wir die Wirkung auf unser Umfeld steuern. Dazu ist es notwendig, die entscheidenden Informationen aus dem Umfeld aufzunehmen. Es ist also eine permanente, sich verändernde Wechselwirkung, die stattfindet. Diese Wechselwirkung hat Kurt Lewin in seiner Feldtheorie schon dargestellt. 

Interessant ist nur zu beobachten, dass unser Verhalten von Instinkten, Bedürfnissen und Motiven dominiert wird. Erst wenn wir beginnen unser Verhalten gezielt zu verändern, um eine Wirkung zu erzielen, z.B. im Verkaufsgespräch zeigt sich die Halbwertszeit von Verhaltensänderungen. Sie ist nämlich relativ kurz, wenn sie nicht regelmäßig trainiert wird. Das hat etwas mit der Struktur unseres Hirns und der Bildung von Synapsen zu tun - würde hier allerdings zu weit führen...

Kommen wir zurück auf mein Bespiel von letzter Woche: Um einen Marathon laufen zu können, benötige ich mehrere Dinge. Zum Einen den festen Willen, es zu schaffen. Des Weiteren einen Sinn dahinter, nämlich den Beweis zu liefern, dass ich die Krankheit besiegt habe und wieder fit bin. O.k., ich geb's zu - man benötigt auch ein paar Laufschuhe und etwas Training, um diese Qual ohne große gesundheitlichen Schäden zu überstehen.

Im Sinne meines Schichtenmodells, kommt die Motivation und der Sinn später. Wir sind heute auf der Verhaltensebene. Um also einen adäquaten Trainingszustand zu erreichen, musste ich mein Verhalten ändern. Und zwar von 9 Monate Ruhe und Bett auf 4 x die Woche Laufen sowie 2 x die Woche Muskelaufbau und Dehnung. Und jeder kann sich vorstellen, welche Überwindung es mich gekostet hat, bei Wind und Wetter, selbst bei absoluter Unlust, die Laufschuhe anzuziehen und mich zu bewegen. Je länger die Strecke, desto größer waren meine Widerstände...

Dann kam der 19. April 2015. Ich absolvierte meinen Marathon ohne großartigen Muskelkater, ohne Schmerzen in den Gelenken mit einem wahnsinnig erhabenen Gefühl, es geschafft zu haben. Stolz darauf, dass mir liebe Menschen dabei waren und diesen Erfolg mit mir gefeiert haben - Tränen kommen, wenn ich diese Zeilen schreibe, weil es ein Moment des Glücks war. 

Zurück zum Verhalten und dem Beweis (o.k., statistische Größe n=1 ist nicht unbedingt aussagekräftig, dafür aber unverfälscht und absolut Zuverlässig), dass Verhaltensänderung eine eher Kurzfristige Intervention ist. Denn nach dem Marathon hatte ich mir etwas Ruhe verdient, die ich dann auch mehrere Monate ausgeweitet hatte. Sobald ich dann erstmal einige Woche mit Laufen ausgesetzt hatte, war die Hürde wieder zu beginnen extrem hoch. Das beweist eben auch, dass Verhalten immer und stetig weitertrainiert werden muss, um Bestand zu haben.

Wenn ich ohne Verhaltensänderung Veränderungen in der Wirkung erzielen möchte, kann ich noch tiefer in die Schichten der Persönlichkeit hinabsteigen. Doch die Arbeit wird immer schwieriger und langwieriger - doch dafür auch nachhaltiger. Nächste Woche schauen wir uns die nächste Schicht an.

In diesem Sinne wünsche ich einen verhaltensüberprüfenden Start in die neue Arbeitswoche.

Ursache und Wirkung - Kausalität

Letzte Woche habe ich mein Schichten-Modell kurz in seiner Gesamtheit erläutert. Heute beginne ich damit, die einzelnen Schichten unserer Persönlichkeit zu erläutern. Ziel ist ein besseres Verständnis wie Reaktionen in unserem Umfeld entstehen und wie wir diese durch Veränderung bei uns selbst beeinflussen können.

Die Ebene der Wirkung gibt Aufschluss über die Wirkung gegenüber anderen. Hierbei kann es sich um die Wirkung einer Person aber auch um ein Unternehmer handeln. Sie wird beeinflusst von allen Begegnungen auf dieser Ebene und allen Erfahrungen und Überzeugungen in den tieferen Schichten. D.h. wenn wir unsere Wirkung beeinflussen wollen, dann funktioniert das nur teilweise, weil wir meist die anderen Menschen in unserem Umfeld weniger beeinflussen können. Hauptsächlich und von großer Bedeutung ist, inwieweit wir uns von unserem Umfeld beeinflussen lassen, sprich inwieweit sind wir fremdbestimmt?

Ich will das an einem eigenen Beispiel erläutern: Als ich meine Chemo-Therapie im November letzten Jahres abgeschlossen habe, sah ich krank und aufgedunsen aus. Ich habe mich langsam bewegt, war schnell ausser Atem und kaum belastbar. Mit 20kg Übergewicht sah ich wahrscheinlich auch nicht unbedingt attraktiv und überzeugend aus... so hat mein nahes Umfeld mich wahrgenommen. Als ich nun allen mitteilte im April den Marathon mitzulaufen, erntete ich unterschiedlichste Reaktionen. "Du hast sie ja nicht alle..."; "... das ist ja kompletter Wahnsinn..."; "Willst Du Dir das wirklich antun?"; "Ja, gute Idee..." etc...

Wenn ich mit meiner Körperhaltung und mit meinem Zustand eine solche Botschaft aussende, dann scheint die Reaktion vorprogrammiert. Ein krank wirkender Typ, aufgedunsen, übergewichtig erzählt anderen von geplanten sportlichen Höchstleistungen. Das wirkte nicht überzeugend. Ich habe es an den Reaktionen gespürt. Trotzdem habe ich mich nicht beeinflussen lassen und meinen Plan konsequent durchgezogen.

Unsere Wirkung sollte uns klar sein, wenn wir andere Menschen von etwas überzeugen wollen. Doch wertschätzende Rückmeldungen scheinen in unserer heutigen Gesellschaft die Ausnahme zu sein. Die Kernfrage "Was wirkt auf mich" können die meisten noch für sich beantworten. Doch spätestens bei der Frage "wie wirkt das auf mich?" steigen die meisten aus. Als Coach hinterfrage ich das Wie bei Wirkungen von außen und unterstütze dabei, die eigene Wirkung bewusster wahrzunehmen und gezielt zu verändern. In der Person oder für ein Unternehmen.

Im nächsten Blogbeitrag gehen wir eine Schicht tiefer und schauen uns an, welche Verhaltensweisen zu meinem Beispiel Bedeutung hatten. Ich wünsche einen wirkungsvollen Start in die neue Arbeitswoche.

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