La Palma – ein Traum geht in Erfüllung

La Palma – ein Traum geht in Erfüllung

Mittlerweile bin ich seit 14 Tagen auf La Palma und habe mich ganz gut eingelebt. Jeden Tag erweitere ich hier mein Netzwerk. Allerdings gibt es noch einige Stories von Teneriffa zu erzählen. Damit mache ich heute weiter. Heute beschäftige ich mit “Autorennen vs. Sightseeing” auf Teneriffa.

Die gesamte Reise dient dazu meine Persönlichkeit weiter zu festigen und meine Lebens-Vision auf den Prüfstand zu stellen. Ich habe davon sehr klare Vorstellungen und diese seit langem als Visionboard festgehalten.

Du wirst einige Impulse in Bezug auf #konsequentfuehren erhalten. Die alltäglichen Dinge, die uns widerfahren, sind hervorragend zum Üben und Nachdenken geeignet. Meine Hündin Abby, 8 Monate jung, ist dabei meine Sparringspartnerin. Lass dich überraschen, welche guten Ansätze sie mir zeigt.

Zuhause auf #LaPalma

Abby war froh, die Fähre verlassen zu können. Ich fand es sehr spannend. Ich bin mit den Jungs von Atlantic Cycling verabredet. Wir treffen uns an einem Parkplatz auf dem ich auch übernachten kann. Das erste, was wir tun: Wir trinken ein Bier gemeinsam und schrauben an den Bikes. Santa Cruz de la Palma ist die Hauptstadt im Osten der Insel. Durch die Höhe des Gebirgszuges der Insel, bleiben die Wolken meist über dem Osten hängen und regnen dort ab. Die Vegetation ist üppig und sehr grün, dafür ist es von oben oft nass. Nichts für mich… auf Dauer.

Am nächsten Morgen geht es auf nach Tazacorte, Ausweichstädtchen, weil Puerto Naos aufgrund der Gaskonzentration auf Monate hinaus gesperrt bleibt. Tazacorte ist der Ort mit den meisten Sonnenstunden im Jahr. Grund ist die Lage, der Ort ist zweigeteilt. Tazacorte Pueblo liegt auf ca. 300m Höhe auf einer Ebene. Tazacorte Puerto liegt auf Meereshöhe und zwischen zwei Höhenzügen (300 und 500m). Dadurch werden die Wolken meist in kleine Häppchen zerteilt und von der Sonne gefressen. Hier bleibe ich einige Zeit zur Entspannung und zum akklimatisieren für Hund und Mensch. Die Veränderung mag wie Urlaubsfeeling klingen, genau darum ist es auch so schwer die Arbeit in den Tag zu integrieren.

Es geht schon los mit den veränderten Tageszeiten. In Deutschland bin ich um 6:30 Uhr aufgestanden. Bis 8 Uhr war ich mit Hund beschäftigt, dann ging es mit Kaffee an den Rechner oder zum Workshop. Gegen 14 Uhr habe ich meist etws gegessen und bin dann 2-3 Stunden mit dem Hund in die Natur gegangen. 17 Uhr bekam Abby ihr Fressen, Gespräche mit der Familie und notwendige Dinge habe ich meist “zwischendurch” erledigt. So zog sich der Tag bis in die Abendstunden. Ich habe oft sehr lange und bis spät Abends gearbeitet, meist strategisch an meinem Mentoring-Business.

Das läuft hier etwas anders. Abby schläft mittlerweile bis 8 Uhr. In Tazacorte gehe ich mit ihr gegen entweder gegen 9 an den Strand zum auspowern oder auf den Berg die Hausrunde von ca. 8km und 500hm. Mit der Strandrunde habe ich danach Zeit zum konzentrierten Arbeiten bis ca. 14 Uhr. Bei gutem Wetter arbeite ich am Strand. Bei der Hausrunde bin ich erst gegen 12-13 Uhr zurück und gehe dann direkt an den Strand zum Baden – Abby geht immer noch nicht ins Wasser, aber wir üben jeden Tag (mittlerweile war sie einmal bis zum Bauch im Wasser, hat aber immer noch Angst vor den großen weißen Wellen ;-). 18 Uhr bekommt Aby spätestens ihr zweites Fressen. Zwischen 18:30 und  20:00 Uhr ist Haushalt und Pflege angesagt. Ihr könnt euch nicht vorstellen wieviel Staub, Sand und Hundehaare täglich zu entfernen sind. Erst dann ist wieder Zeit für Arbeit. Insgesamt hat sich meine effektive Arbeitszeit zwangsläufig auf 3-6 Stunden täglich reduziert. Im Vergleich mit Zuhause ist das ziemlich wenig. Effizienz ist gefragt.

Natürlich ist die Ablenkung durch Freunde und Aufbau eines Netzwerks ebenfalls zeitaufwändig. Ich habe also in der Zeit in Tazacorte nicht so viel geschafft wie ich mir vorgenommen habe – damit kann ich aber gut umgehen, denn mein Mentoring läuft ungestört weiter. Heute, nach gut 14 Tagen Tazacorte, vielen Menschen und Gesprächen muss ich mich erst einmal wieder sortieren und meine Gedanken und Impulse ordnen. Dazu fahre ich in die Einsamkeit. Das bringt mich zum nächsten Punkt, der mein effektives Arbeiten blockiert.

Kategorien der Campingplätze

Die Campingplätze sind mit denen in  den Niederlanden und im DACH-Raum nicht vergleichbar, nicht einmal ansatzweise…

Ich mache es kurz: Beim ADAC kann ein Campingplatz 5 Sterne erhalten und wird dann zum “Super-Campingplatz” gekürt. Hier auf #LaPalma gehört Strom und Trinkwasser sowei Entsorgunsstationen definitiv NICHT zur Grundausstattung. Hier darf ich mich freuen, wenn es ohne größere Baumaßnahmen möglich ist, gerade zu stehen. Für die Heimschläfer unter Euch: Es ist keine Freude im Schlaf auf eine Seite zu rollen… – Hunde sind in Spanien total eingeschränkt. Maulkorb, Leinenzwang, etc…

Bevor Gerüchte entstehen: Ich entsorge mein Grauwasser über den Straßengullis und das Abwasser in den Dixies, die hier überall stehen. Trinkwasserstellen sind auf der ganzen Insel verteilt und öffentlich zugänglich. Strom ist Glücksache oder gute Beziehung. WLAN und ein schneller Internetzugang ist ebenfalls rar. Gut, dass ich meiner Technik vor der Reise schon ein “Wildnis-Update” verpasst habe.

Was hat das mit #konsequentfuehren zu tun?

Exkurs


Jede Veränderung durchläuft die gleichen Phasen. Sie sind nur unterschiedlich lang und ausgefüllt. Ich habe mich aus meiner vertrauten und “gefühlt” sicheren Umgebung herausgewagt. Da ich die Phasen sehr gut kenne, habe ich mir schon im Vorfeld Plan B und C zurecht gelegt. Ich habe die ersten sechs Phasen innerhalb der ersten 14 Tage durchlaufen. Du hast sicherlich eineiges darüber gelesen. Nun befinde ich mich in der Phase des Ausprobierens, die sicherlich noch die gesamte Zeit in Anspruch nehmen wird. Vertrauen und Selbstvertrauen helfen mir am besten, die Phasen erfolgreich zu bewältigen.

Offenheit gegenüber allen Personen, die durch meine Veränderung betroffen sind ist genauso wichtig wie die Einbeziehung und Beteiligung. Wenn ich das nicht im Vorfeld getan hätte, wären vermutlich noch größere Probleme aufgetaucht. Die Neuorientierung werde ich mit den Menschen gemeinsam vorantreiben, die mir wichtig sind. Ich bin sehr flexibel, spontan – im Beraterdeutsch “agil”. Andere nicht so. Die Frage bleibt im Raum: Wer passt sich wie an?

Tipp

Damit ist schon das wichtigste Prinzip von Veränderungsprozessen erläutert: Das VOPA-Prinzip. Immer wenn du ein Veränderungsprojekt starten möchtest, nimm dir die Zeit, alle Beteiligten ins Boot zu holen. Dann hast du es schon halb geschafft. 50% des Erfolgs ist die Vorbereitung, die anderen 50% sind Tun!

Die meisten #Unternehmer scheitern an der eigenen Konsequenz und Disziplin. Das operative Geschäft steuert häufig den Unternehmer. Nix mehr mit Freiheit und Unabhängigkeit, die starken Motive der Menaschen, die sich selbstständig machen. Eher völlige Fremdbestimmung durch die selbst geschaffenen Umstände. Doch es gibt Hoffnung: Ich war da auch mal und habe es geschafft die Kurve zu kriegen. Das kannst du auch, wenn du es willst.

VOPA-Prinzip kurz erläutert:

  • Vertrauen sorgt für Sicherheit und Wohlgefühl. Alles darf thematisiert sein, es gibt KEINE Tabus.
  • Offenheit gibt dem Umfeld alle Informationen, um sich selbst dazu positionieren zu können (Unabhängigkeit).
  • Partizipation macht Betroffene zu Beteiligten. Ein gemeinsames Ziel entsteht daraus. Alle Beteiligten erkennen einen Sinn darin.
  • Agilität sorgt dafür, dass du und alle Beteiligten stets handlungsfähig und anpassungsfähig bleiben.

Exkurs Ende

Ich stehe einige Tage auf einem öffentlichen, kostenlosen Parkplatz in Tazacorte. Hier stehen auch einige Evakuierte aus Puerto Naos sowie Rentner aus Deutschland, die hier überwintern. Eventuell erzähle ich die ein oder andere Geschichte dieser Menschen. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe bin ich in La Fajana, im Norden der Insel. Nicht zu vergleichen mit Tazacorte, außer das es die gleiche Insel im gleichen Ozean ist.

Mehr Informationen zu #konsequentfuehren unter:

https://konsequentfuehren.de

Zurück zur Übersicht
Thorsten Ebeling Unternehmer Mentoring und konsequent führen Anonym hat 4,87 von 5 Sternen 83 Bewertungen auf ProvenExpert.com