Früher war alles anders…

Früher war alles anders…

… so denke ich manchmal. Meist weil mir in diesem Moment irgendetwas so richtig auf die Nerven geht. Doch wie gelingt es mir, die Gelassenheit zu bewahren und diese Situationen erfolgreich zu meistern?

Nachdem du weisst, warum ich diese Reise unternehme und du schon die ersten Eindrücke der Autofahrt und auch zur Fährüberfahrt erhalten hast, setze ich die Rückschau weiter fort. Heute geht es um den kurzen Zwischenstop auf Gran Canaria.

Die gesamte Reise dient dazu meine Persönlichkeit weiter zu festigen und meine Lebens-Vision auf den Prüfstand zu stellen. Ich habe davon sehr klare Vorstellungen und seit langem als Visionboard festgehalten.

Du wirst einige Impulse in Bezug auf #konsequentfuehren erhalten. Die alltäglichen Dinge, die uns widerfahren, sind hervorragend zum Üben und Nachdenken geeignet. Meine Hündin Abby, 8 Monate jung, ist dabei meine Sparringspartnerin. Lass dich überraschen, welche guten Ansätze sie mir zeigt.

Vermisst!

Mit der Abfahrt von Huelva Richtung Las Palmas gibt es eine große Zone ohne Internet oder Telefonempfang. Die Internetverbindungen über Satellit auf den Schiffen ist extrem langsam und reicht meist nicht einmal um eine Nachricht zu senden. Kurz nachdem ich das Schiff verlassen habe, schicke ich eine Sprachnachricht an die Familie, dass ich mir einen Platz zum Übernachten suche und mich dann melde.

Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen: Der Platz, direkt am Wasser und zwischen den Bergen war toll und ruhig. Aber: Kein Empfang – Null! Nada, nichts! Meine Kinder wären wohl ausgeflippt. ich habe dann versucht irgendwie noch Empfang zu bekommen, weil ich wusste, die Familie macht sich Sorgen. Ohne Erfolg.

Erst am nächsten Tag, als ich zum Hafen nach Agaete fuhr, konnte ich auf einer Tankstelle alles aufklären. Mein Bruder hat sogar eine Vermisstenmeldung an die Botschaft abgeschickt. Krass! Ihr Lieben: Es tut mir leid. Das wollte ich nicht. Ich fühle mich dadurch gebraucht. Danke!

Wie war das eigentlich früher? Ich erinnere mich an eine Zeit, da hat es niemanden interessiert, wenn man sich mal ein paar Wochen nicht gesehen hat. Aus welchem Grund machen wir Menschen uns heute solche Sorgen? Das hat mich die letzten Tage beschäftigt. Ich glaube, dass wir durch die vielen Kontrollmöglichkeiten (Apps) in einen Wahn verfallen sind, dass ein Leben ohne ständige Benachrichtigung kaum noch denkbar ist. Das macht mir Sorgen. Wo viel Kontrolle, da ist nur wenig Vertrauen. Wir demontieren mit dieser Entwicklung Schritt für Schritt unser Selbstvertrauen.

Wie denkst du darüber?

Konsequente Führung vs. Abby & Thorsten

Ich bin ja froh, das die wenigsten Menschen wirklich wissen, was konsequent führen bedeutet. Daher kann ich den Vergleich bringen ohne befürchten zu müssen inkompentent zu wirken. Sonst wär’s auch okay.

Am Strand, wobei die Strände auf Teneriffa nicht mit denen an der Ostsee oder auf Mallorca vergleichbar sind, waren nur noch einige Spanier zum Angeln. Die Hunde dort liefen frei und die nächste Straße war 4km entfernt. Ein Paradies für die Freiheit eines Hundes… auch Herrchen fühlte sich frei und hat die Führung völlig losgelassen. Nun, das sollte sich rächen…

…abends ging es los. Abby wurde total lethargisch und musste husten und würgen. Nachdem sie sich dann einige Male richtig übergeben hatte, fand ich Steine und Sand darin. Ihr schmeckte wohl der schwarze Sand. Das passiert eben, wenn gar keine Führung mehr vorhanden ist. Hunde können eben keine logischen Schlussfolgerungen ziehen und danach handeln. Wie Menschen, denen die notwendigen Kompetenzen dazu fehlen. Das ist der Sinn von Führung: Entwickeln, fördern und stärken.

Abby geht es heute wieder prima. Sie hat mir deutlich gezeigt, dass ich auf sie aufpassen muss. Das tun Mitarbeitende üblicherweise auch. Allerdings mit anderen Methoden 😉

Endzeitstimmung

Gran Canaria wirkt auf mich wie ein Ort kurz nach einem Atomschlag. Trist, öde, wüst, trocken und farblos. Sicherlich gibt es auch schöne Ecken wie unseren Camperplatz. Ich hatte allerdings keine Lust mehr auf Felsen und Steine. Ich wollte grün sehen. Also auf nach Teneriffa, meiner nächsten Station. Hier habe ich auch Mister Willson gekauft, weil Abby ihren gelben Quietschball zwischen den Felsen verloren hat.

Die Bilder kannst du immer aktuell in meinem Whatsapp-Status sehen. Bis später.

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Thorsten Ebeling Unternehmer Mentoring und konsequent führen Anonym hat 4,87 von 5 Sternen 83 Bewertungen auf ProvenExpert.com