Führungskraft oder »Mädchen für alles«?

Führungskraft oder »Mädchen für alles«?

Herr Berger, Führungskraft eines mittelständischen Unternehmens, betritt sein Büro. Heute ist noch viel zu erledigen – Präsentationen, Meetings und wichtige Telefonate. Kaum ist der Computer hochgefahren, klopft es auch schon an der Tür. Es ist Herr Meier, der dringend eine Genehmigung einholen muss. Der Chef nickt ab und widmet sich dem Terminplaner auf seinem Computer, da klopft es wieder an der Tür… Allein Herr Meier stattete Herrn Berger bis zur Mittagspause vier Besuche ab. Der eine möchte etwas wissen – und wer weiß etwas besser als der Chef? – der andere braucht eine schnelle Entscheidung. „Bin ich denn hier das Mädchen für alles?“, fragt sich Herr Berger und schlägt die Hände über den Kopf zusammen. Von Selbstverantwortung ist bei den Mitarbeitern keine Spur, stattdessen heißt es: „ich bin doch erst neu hier“ oder „das wurde mir noch nicht gezeigt.“ Ein anderer Klassiker: „das habe ich aber anders gelernt!“ Kennen Sie das?

Zeiten ändern sich

Früher, als es noch klare Strukturen und Pläne gab und die Führungskraft alle Zügel fest in der Hand hielt, schien alles noch einfacher. Doch die Veränderung der Märkte fordert auch eine Veränderung im Führungsverhalten. Ein komplexes Umfeld und eine immer größer werdende Informationsflut sorgen für Unsicherheiten bei den Mitarbeitern. Und genau das führt zu noch mehr Entscheidungsfragen bei der Führungskraft. Doch wer glaubt heute alles wissen zu müssen, der ist ein Träumer. Leider aber glauben Führungskräfte immer noch, sie müssten alles besser wissen und können als ihre Mitarbeiter. Das ist jedoch ein Trugschluss.

Hierarchien flachen ab und es ist an der Zeit, den Mitarbeitern mehr Selbstverantwortung zu übergeben. Damit es nicht mehr ununterbrochen an Ihrer Tür klopft, braucht es ein konsequentes und wertschätzendes Handeln von Ihnen als Führungskraft.

Meine Empfehlung:

  • Geben Sie keine Antworten mehr auf Fragen, die Ihre Mitarbeiter selbst beantworten können.
  • Hinterfragen Sie, warum welche Probleme an Sie herangetragen werden.
  • Sorgen Sie dafür, dass der Weg zu Ihnen als Führungskraft beschwerlicher ist, anstatt sich selbst »dahinterzuklemmen«.
  • Lassen Sie los. Schenken Sie Ihren Mitarbeitern mehr Vertrauen und erlauben Sie Fehler, denn nur so entsteht ein Lerneffekt.

Nehmen Sie diese Empfehlungen an und Sie werden in Zukunft mehr Zeit für Führung freischaffen können.

Wenn Sie endlich eigenverantwortliche Mitarbeiter haben wollen, melden Sie sich für ein erstes kostenfreies Gespräch unter +49 5031 7056934 oder schauen Sie hier auf meiner Homepage nach weiteren Informationen. Die Mastermindgroup (https://www.thorstenebeling.de/mastermind-group/) oder auch ein kurzes Coachinggespräch geben die notwendigen Tipps.

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